Mir tut ständig der Hals weh – müssen meine Mandeln raus?

Während früher bei vergrößerten Mandeln sofort eine Überweisung ins Krankenhaus erfolgte, um diese zu entfernen, haben Ärzte deren Bedeutung für die Gesundheit erkannt. Gerade während der Grippezeit sind noch vorhandene Mandeln von Vorteil. Diese stellen sozusagen eine Art Torwächter dar. Als erstes werden die Mandeln von den Krankheitserregern befallen. Bei Menschen ohne Mandeln, sind ernste Atemwegserkrankungen eben aus diesem Grund keine Seltenheit. Trotz moderner Operationstechniken fürchten viele eine operative Entfernung der Mandeln. Schon das erste bisschen Halsweh lässt die Angst zunehmen.

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Über eine operative Entfernung der Mandeln sollte man sich frühestens Gedanken machen, wenn man mehr als dreimal oder öfters an einer eitrigen Angina einschließlich starkem Fieber erkrankt. In diesem Fall ist eine Mandelentfernung eine sinnvolle Maßnahme, da Sie durch die ständigen Infektionen Ihre Abwehr- und Schutzfunktion durch Vernarbungen an Ihrer Oberfläche verloren hat. Daneben können die Mandeln als sogenannter Streuherd wirken und ernsthafte Nachfolgeerkrankungen nach sich ziehen, wie zum Beispiel Hauterkrankungen, rheumatische Gelenkserkrankungen, Nieren- und Herzmuskelentzündung.

Wichtig,  Halsschmerzen bedeutet nicht, dass der Auslöser eine eitrige Angina ist. Es kann sich einfach nur um eine harmlose Erkältung hervorgerufen durch eine Virusinfektion handeln. Diese verschwindet auch ohne Besuch beim HNO in Berlin wieder ganz von alleine. Auch wenn nicht immer eine Therapie notwendig ist, ist spätestens nach dem erneuten Auftreten von Symptomen ein Besuch bei Arzt unerlässlich. Eine virale Infektion kann sich nämlich nicht nur zu einer Angina, sondern auch zu einer Pharyngitis entwickeln. Das bedeutet, dass der komplette Rachen bis hin zum Kehlkopf von einer Infektion betroffen ist.

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